Vorstel­lung des DatEnKoSt Pro­jek­ts im Rah­men des WIK-Arbeit­fo­rums am 29.04.2020

Das Forschungsprojekt

Laut KfW-Kom­mu­nal­pan­el beträgt der kom­mu­nale Investi­tion­srück­stand in 2019 138 Mrd. € bun­desweit. Ger­ade im Kon­text der Coro­na-Krise lässt sich ein Abbau der 36,1 Mrd. € Investi­tion­slücke für Straßen und Verkehrsin­fra­struk­tur in den kom­menden Jahren bezweifeln.

Im Forschung­spro­jekt DatEnKoSt unter­stützen wir Kom­munen bei der Schließung dieser Lücke. Eine kostengün­stige Zus­tand­ser­fas­sung auf Straßen durch Sen­soren- und Bild­dat­en, z.B. mit­tels Smart­phones, soll dies ermöglichen. Die Cyface GmbH beset­zt, inner­halb des Forschung­spro­jek­tes, als Teil eines Kon­sor­tiums die Rolle des Soft­wa­reen­twick­lungspart­ners. Dem August Wil­helm Scheer Insti­tut, obliegt die Forschung sowie die Kon­sor­tialführung.

Let­z­tendlich wird für Kom­munen und Inge­nieur­büros eine Endan­wen­dung entwick­elt, in der die erfassten Dat­en visu­al­isiert wer­den. Zusät­zlich wer­den je nach Zus­tand oder Zus­tand­sprog­nose bauliche Maß­nah­men für bes­timmte Streck­en vorgeschla­gen bzw. geplant. Dabei ist der Ein­satz des maschinellen Ler­nens sowie KI essen­ziell.

Damit diese Benutze­r­ober­fläche — in der Form eines Dash­boards — die Anforderun­gen der End­be­nutzer entsprechen, wer­den Anwen­dungspart­ner wie z.B. Pilotkom­munen durch inter­ak­tive Work­shops im Entwick­lung­sprozess involviert.

Open Data

Die Cyface GmbH beteiligte sich als Teil der mFund Com­mu­ni­ty am 5. Arbeits­fo­rum Open Data & Behör­den. Dabei wur­den öffentlich zugängliche Dat­en (Open Data) the­ma­tisiert und die Rah­menbe­din­gun­gen sowie die Recht­slage bezüglich solch­er Veröf­fentlichun­gen erläutert.

Wir kon­nten auch unser Forschung­spro­jekt vorstellen und über den derzeit­i­gen Stand bericht­en. Weit­ere, von mFund geförderte Forschung­spro­jek­te wur­den eben­falls vorgestellt. Daraus kon­nten wir die fol­gende Erken­nt­nis gewin­nen: ohne Dig­i­tal­isierung ist die Mobil­ität der Zukun­ft nicht möglich. Als Stützpunkt der Umset­zung dieses Wan­dels führt also kein Weg an Open Data vor­bei.

Bei wichti­gen Entschei­dung um ihre Infra­struk­tur fehlen den Kom­munen häu­fig Dat­en oder Visu­al­isierungsmeth­o­d­en, die diese Entschei­dun­gen erle­ichtern bzw. beschle­u­ni­gen kön­nen.
Die Nutzung von Open Data ist eine poten­zielle Lösung dafür: jegliche Daten­sätze wer­den hochge­laden und veröf­fentlicht (solange die geset­zliche Lage dies erlaubt). So kön­nen z.B. Kom­munen nicht nur auf eigene Dat­en zurück­greifen, son­dern auch auf die Dat­en ander­er ver­gle­ich­bar­er Kom­munen.

Ein großer Teil der (anonymisierten) Dat­en, die im Rah­men des DatEnKoSt Pro­jek­ts ver­ar­beit­et wer­den, wer­den auch in der mCloud zugänglich sein. Dieses Daten­por­tal wird vom Bun­desmin­is­teri­um für Verkehr und dig­i­tale Infra­struk­tur für Behör­den und ver­schiedene andere Akteure zur Ver­fü­gung gestellt.